Scham
Scham kann entstehen, wenn wir uns bloßgestellt, unzulänglich oder von anderen beurteilt fühlen. Hier findest du künftig Beiträge, die unterschiedliche Auslöser und Erscheinungsformen von Scham verständlich erklären.
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Dieses Gefühl kennen viele als Fremdschämen. Dabei empfindest du Scham wegen des Verhaltens eines anderen Menschen, obwohl du selbst keinen Grund hättest, dich zu schämen. Das kann so stark sein, dass du wegsehen möchtest, innerlich zusammenzuckst oder nur noch hoffst, dass die Situation schnell vorbei ist.
Dann beginnt leicht das Kopfkino: Was denkt der andere jetzt über mich? Sieht er mich anders? Wird er es jemandem erzählen? Dabei hilft eine einfache Unterscheidung: Was ist tatsächlich passiert, und was stellst du dir gerade vor?
Lachen verbinden wir zuerst mit Freude, Humor und Belustigung. Doch ein Lachen in unpassenden Situationen muss keines dieser Gefühle ausdrücken. Es kann ebenso in Momenten auftauchen, in denen du nervös, unsicher, angespannt, beschämt oder überfordert bist.
Eigentlich hast du diesem Menschen nichts Schlechtes gewünscht. Trotzdem ist da für einen kurzen Moment dieses kleine, kaum zu unterdrückende Grinsen. Ein inneres „Tja“. Eine Spur Genugtuung. Und kaum hast du sie bemerkt, fühlt sie sich schon ein bisschen unangenehm an.
Das muss nicht bedeuten, dass jemand alles und jeden kontrollieren möchte. Vorbereitung kann schlicht dabei helfen, sich auf eine Situation einzustellen. Der eine kann einen begonnenen Plan ohne Weiteres fallen lassen und sich auf etwas Neues freuen.
Du magst einen Menschen. Du freust dich, ihn zu sehen, denkst an ihn und möchtest ihm eigentlich näherkommen. Und trotzdem hältst du dich zurück. Du sagst nicht, was du empfindest, oder wartest auf ein deutlicheres Zeichen.
Du merkst, wie deine Augen feucht werden. Noch versuchst du, die Tränen wegzublinzeln, schaust kurz zur Seite oder hoffst, dass niemand genauer hinsieht. Und fast gleichzeitig ist dieser Gedanke da: Hoffentlich sieht das niemand.
Ein Satz fällt, das Gespräch geht weiter – und trotzdem beschäftigt dich die Kritik noch Stunden später. Manchmal trifft nicht nur das Gesagte, sondern auch wer es sagt, wie es gesagt wird und was du selbst daraus machst.
Den ganzen Tag läuft alles. Du organisierst, reagierst, erledigst, funktionierst. Dann fällt dir am Abend die Kaffeetasse aus der Hand. Eigentlich nichts Dramatisches. Trotzdem stehst du plötzlich in der Küche und weinst. Nicht unbedingt deshalb.
Manche Menschen müssen schnell weinen, andere werden sichtbar wütend. Ein Satz kann noch Stunden später nachwirken, während jemand anderes ihn längst vergessen hat. Interessant wird es in dem Moment, in dem daraus „zu emotional“ wird.
