Kontrollverlust
Kontrollverlust entsteht, wenn wir das Gefühl haben, den Einfluss auf eine Situation oder auf uns selbst zu verlieren. Hier findest du künftig Beiträge darüber, wie Kontrollverlust erlebt wird und wodurch er ausgelöst werden kann.
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Besonders schwer kann das werden, wenn du dem anderen die Aufgabe nicht richtig zutraust. Möglicherweise hast du schon erlebt, dass etwas vergessen, zu spät erledigt oder nur halb fertig zurückgegeben wurde. Dann hat deine Zurückhaltung einen konkreten Grund. Etwas anderes ist es, wenn der andere die Aufgabe durchaus bewältigen kann, aber anders vorgeht als du. Dann lohnt sich die Frage: Ist das Ergebnis tatsächlich schlechter oder ist nur der Weg dorthin ein anderer?
Mitreden und Entscheiden sind dabei zwei verschiedene Dinge. In vielen Situationen liegt die endgültige Entscheidung tatsächlich bei jemand anderem. Trotzdem kann es einen Unterschied machen, ob du vorher angehört wirst. Du kannst deine Sicht erklären, einen Einwand vorbringen und anschließend akzeptieren, dass jemand anders entscheidet.
Das muss nicht bedeuten, dass jemand alles und jeden kontrollieren möchte. Vorbereitung kann schlicht dabei helfen, sich auf eine Situation einzustellen. Der eine kann einen begonnenen Plan ohne Weiteres fallen lassen und sich auf etwas Neues freuen.
Du hast deinen Teil erledigt. Jetzt kannst du erst einmal nichts mehr tun. Gerade das kann unglaublich ungeduldig machen. Nicht unbedingt, weil du befürchtest, dass etwas schiefgeht. Es kann schlicht daran liegen, dass du weitermachen möchtest – und gerade nicht kannst.
