Hilflosigkeit
Hilflosigkeit entsteht, wenn wir keine Möglichkeit sehen, eine belastende Situation zu verändern. Hier findest du künftig Beiträge darüber, wie Hilflosigkeit erlebt wird und wodurch sie entstehen kann.
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Über Sorgen und Probleme zu reden kann entlasten, Gedanken sortieren und Nähe schaffen. Ein Gespräch kann sich aber auch im Kreis drehen. Ihr besprecht wieder dieselbe Situation, geht Ursachen und mögliche Folgen durch und landet schließlich dort, wo ihr schon vorher wart.
Aus „Es hat bisher nicht funktioniert“ kann nach und nach „Es wird auch diesmal nicht funktionieren“ werden. Der erste Satz beschreibt, was bisher geschehen ist. Der zweite sagt bereits voraus, was geschehen wird.
Niemand muss morgens, mittags und abends dieselben Krisen verfolgen, um ein verantwortungsvoller und interessierter Mensch zu sein. Wenn zehn weitere Meldungen an der Situation nichts ändern, können sie trotzdem zehnmal neu Angst, Wut oder Hilflosigkeit auslösen.
Hilflosigkeit bedeutet dabei nicht unbedingt, dass du tatsächlich nichts tun kannst. Oft bedeutet sie eher: Das, was ich am liebsten tun würde, kann ich nicht. Ich kann die Krankheit nicht wegnehmen.
Ungerechtigkeit kann erstaunlich wütend machen. Auch dann, wenn du selbst gar keinen Nachteil davon hast. Du hörst von einer Entscheidung, beobachtest eine Situation oder bekommst mit, wie jemand mit einem anderen Menschen umgeht, und merkst, wie sich innerlich Widerstand regt.
Du bist wütend, weißt genau, was du sagen willst – und trotzdem kommen dir die Tränen. Oder dir fehlen die Worte. Vor Wut zu weinen kann ganz unterschiedlich aussehen und hat nicht automatisch mit Traurigkeit zu tun.
Manche Menschen müssen schnell weinen, andere werden sichtbar wütend. Ein Satz kann noch Stunden später nachwirken, während jemand anderes ihn längst vergessen hat. Interessant wird es in dem Moment, in dem daraus „zu emotional“ wird.
