Akzeptanz
Akzeptanz bedeutet, eine Situation oder einen Menschen anzunehmen, auch wenn sie sich nicht verändern lassen. Hier findest du künftig Beiträge darüber, wie Akzeptanz entsteht und warum sie entlasten kann.
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Es macht einen Unterschied, ob du sagst: ‚Diese Eigenschaft an mir mag ich nicht‘ oder ob daraus wird: ‚Deshalb mag ich mich nicht.‘ Im ersten Fall schaust du auf einen Teil von dir. Im zweiten wird daraus ein Urteil über deine ganze Person.
Das ist nicht automatisch Nachgeben. Es bedeutet auch nicht, dass der andere gewonnen hat. Es kann schlicht die Erkenntnis sein, dass man nicht länger davon abhängig sein möchte, ob ein anderer Mensch die eigene Sicht übernimmt.
Etwas zu akzeptieren bedeutet zunächst, die Wirklichkeit anzuerkennen. Das klingt einfacher, als es ist. Denn schnell verbinden wir Akzeptanz mit Zustimmung. Dabei kannst du etwas akzeptieren und es weiterhin ungerecht, traurig oder schrecklich finden.
Mitreden und Entscheiden sind dabei zwei verschiedene Dinge. In vielen Situationen liegt die endgültige Entscheidung tatsächlich bei jemand anderem. Trotzdem kann es einen Unterschied machen, ob du vorher angehört wirst. Du kannst deine Sicht erklären, einen Einwand vorbringen und anschließend akzeptieren, dass jemand anders entscheidet.
Sich selbst zu verzeihen bedeutet nicht, sich freizusprechen. Es bedeutet auch nicht, aus einem „Das war falsch“ nachträglich ein „So schlimm war es doch gar nicht“ zu machen. Du kannst einen Fehler weiterhin bedauern und trotzdem aufhören, dich immer wieder dafür zu bestrafen.
Niemand muss morgens, mittags und abends dieselben Krisen verfolgen, um ein verantwortungsvoller und interessierter Mensch zu sein. Wenn zehn weitere Meldungen an der Situation nichts ändern, können sie trotzdem zehnmal neu Angst, Wut oder Hilflosigkeit auslösen.
Hilflosigkeit bedeutet dabei nicht unbedingt, dass du tatsächlich nichts tun kannst. Oft bedeutet sie eher: Das, was ich am liebsten tun würde, kann ich nicht. Ich kann die Krankheit nicht wegnehmen.
Die Entscheidung ist getroffen. Eigentlich müsste jetzt Ruhe sein. Stattdessen beginnt der Kopf schon wieder zu arbeiten: War das wirklich richtig? Hätte ich doch die andere Möglichkeit genommen. Was, wenn ich gerade einen Fehler gemacht habe?
