Geborgenheit
Geborgenheit entsteht, wenn wir uns sicher, angenommen und geschützt fühlen. Hier findest du künftig Beiträge darüber, wodurch Geborgenheit entsteht und warum sie so wichtig ist.
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Ein Grund liegt gerade darin, dass sie sich wiederholen. Wir wissen, was kommt, wie etwas abläuft und was wir dafür tun müssen. In einem Alltag, in dem längst nicht alles planbar ist, entsteht dadurch etwas Verlässliches. Der Tag kann anstrengend werden, bei der Arbeit kann Unvorhergesehenes passieren und Pläne können sich ändern. Aber der Tee am Morgen ist derselbe wie gestern, und am Freitagabend wird gemeinsam gekocht. Solche festen Punkte machen das Leben nicht vorhersehbar, aber einen kleinen Teil davon schon.
Die erste Verliebtheit lässt sich nicht einfach auf Dauer festhalten. Das wäre auch ein schwieriger Maßstab für eine langjährige Beziehung. Ein Anfang ist gerade deshalb so besonders, weil vieles zum ersten Mal geschieht. Wenn du nach Jahren nicht mehr bei jeder Nachricht Herzklopfen bekommst, sagt das zunächst nur, dass diese Nachricht nicht mehr dieselbe Neuheit besitzt wie am Anfang. Vertrautheit kann an die Stelle eines Teils der Aufregung treten, ohne dass der andere dadurch weniger wichtig wird.
Dass Lachen verbindet, liegt nicht nur daran, dass zwei Menschen gleichzeitig lachen. Oft steckt darin ein kleines Wiedererkennen. Eine absurde Situation, eine schräge Bemerkung oder eine bestimmte Art von Humor trifft bei beiden denselben Punkt. Für einen Moment ist klar: Du hast es auch gesehen.
Es kann etwas ganz Kleines sein. Jemand bringt dir einen Kaffee mit, ohne dass du darum gebeten hast. Eine Kollegin merkt, dass es dir gerade nicht gut geht, und nimmt dich kurz in den Arm. Nichts davon ist eine große Tat. Und trotzdem kann genau so eine Geste dich unerwartet tief berühren.
Es gibt Menschen, bei denen du schon nach kurzer Zeit merkst, dass sich ihre Nähe angenehm anfühlt. Ihr kennt euch kaum, und trotzdem ist da schnell eine Vertrautheit, die sich nur schwer erklären lässt.
