Wehmut

Wehmut verbindet schöne Erinnerungen mit einem leisen Schmerz über das Vergangene. Hier findest du künftig Beiträge darüber, wie Wehmut entsteht und warum sie viele Menschen kennen.

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Genau deshalb können Freude und Wehmut gleichzeitig auftauchen. Du freust dich darüber, wo du bist und was du gerade erlebst. Und du bist wehmütig, weil du weißt, dass es zeitlich begrenzt ist. Das widerspricht sich nicht.

Wir vermissen eine frühere Zeit nicht unbedingt, weil sie damals besser war. Wir vermissen möglicherweise das, was wir erst heute als wertvoll an ihr erkennen.

Nicht mehr brauchen und nicht mehr haben wollen sind eben zwei verschiedene Dinge. Wir beurteilen unseren Besitz nicht ausschließlich danach, wie häufig wir ihn benutzen. Ein Gegenstand kann uns etwas bedeuten, obwohl er überhaupt keinen praktischen Zweck erfüllt.

Doch du kannst eine Veränderung wollen und trotzdem traurig über das sein, was mit ihr zu Ende geht. Denn „Ich wollte diese Veränderung“ bedeutet nicht automatisch: Ich wollte auch alles verlieren oder zurücklassen, was mit ihr verbunden war.

Ein glückliches Leben bedeutet nicht, dass darin keine traurigen Momente vorkommen. Denn zu deinem heutigen Leben gehört auch eine Vergangenheit. Und nicht alles, was vorbei ist, war schlecht. Gerade das macht manche Erinnerungen so eigenartig.

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