Überforderung
Überforderung entsteht, wenn Anforderungen die eigenen Kräfte oder Möglichkeiten übersteigen. Hier findest du künftig Beiträge darüber, wie sich Überforderung bemerkbar macht und wodurch sie entstehen kann.
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Über Sorgen und Probleme zu reden kann entlasten, Gedanken sortieren und Nähe schaffen. Ein Gespräch kann sich aber auch im Kreis drehen. Ihr besprecht wieder dieselbe Situation, geht Ursachen und mögliche Folgen durch und landet schließlich dort, wo ihr schon vorher wart.
Besonders schwer kann das werden, wenn du dem anderen die Aufgabe nicht richtig zutraust. Möglicherweise hast du schon erlebt, dass etwas vergessen, zu spät erledigt oder nur halb fertig zurückgegeben wurde. Dann hat deine Zurückhaltung einen konkreten Grund. Etwas anderes ist es, wenn der andere die Aufgabe durchaus bewältigen kann, aber anders vorgeht als du. Dann lohnt sich die Frage: Ist das Ergebnis tatsächlich schlechter oder ist nur der Weg dorthin ein anderer?
Überforderung entsteht oft nicht allein durch die Menge dessen, was zu tun ist. Entscheidend ist auch, wie viele Dinge gleichzeitig unsere Aufmerksamkeit beanspruchen und wie oft wir zwischen ihnen wechseln müssen.
Wenn du schnell gereizt bist, muss nicht ausgerechnet die letzte Kleinigkeit der eigentliche Grund sein. Müdigkeit, Hunger, Stress, viele Reize oder wiederholte Ärgernisse können deinen Spielraum verkleinern – und manchmal nervt etwas einfach.
Manchmal ist einfach der Punkt erreicht, an dem du niemanden sehen, nichts beantworten und für eine Weile deine Ruhe haben möchtest. Dieser Wunsch kann viele Gründe haben und bedeutet nicht automatisch, dass du einsam bist.
Den ganzen Tag läuft alles. Du organisierst, reagierst, erledigst, funktionierst. Dann fällt dir am Abend die Kaffeetasse aus der Hand. Eigentlich nichts Dramatisches. Trotzdem stehst du plötzlich in der Küche und weinst. Nicht unbedingt deshalb.
