Selbstzweifel
Selbstzweifel entstehen, wenn wir an unseren Fähigkeiten, Entscheidungen oder unserem eigenen Wert zweifeln. Hier findest du künftig Beiträge darüber, wie Selbstzweifel entstehen und wie sie unser Leben beeinflussen können.
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Es macht einen Unterschied, ob du sagst: ‚Diese Eigenschaft an mir mag ich nicht‘ oder ob daraus wird: ‚Deshalb mag ich mich nicht.‘ Im ersten Fall schaust du auf einen Teil von dir. Im zweiten wird daraus ein Urteil über deine ganze Person.
Du bekommst zwei unterschiedliche Botschaften von demselben Menschen. Seine Worte sagen das eine, sein Verhalten vermittelt dir etwas anderes. Und irgendwann fragst du dich: Was davon stimmt denn nun?
Auch Vergeben und Vergessen sind nicht dasselbe. Du kannst einem Menschen vergeben und dich dennoch daran erinnern, was passiert ist. Vergebung löscht keine Erinnerung. Sie verlangt auch nicht, dass du das Geschehene nachträglich weniger schlimm findest.
Menschen wollen dazugehören. In Beziehungen, Familien, Freundeskreisen oder anderen Gruppen möchten wir willkommen sein, ernst genommen und geschätzt werden. Deshalb geht es bei der Meinung anderer oft um mehr als darum, ob jemand eine einzelne Entscheidung gut findet.
Sich mit anderen zu vergleichen hilft uns zunächst einmal, uns zu orientieren. Besonders deutlich wird das beim Blick auf Menschen, die in einem Bereich schon weiter sind als wir. Jemand hat etwas erreicht, das du selbst gern erreichen möchtest.
Ein glückliches Leben bedeutet nicht, dass darin keine traurigen Momente vorkommen. Denn zu deinem heutigen Leben gehört auch eine Vergangenheit. Und nicht alles, was vorbei ist, war schlecht. Gerade das macht manche Erinnerungen so eigenartig.
Ein Satz fällt, das Gespräch geht weiter – und trotzdem beschäftigt dich die Kritik noch Stunden später. Manchmal trifft nicht nur das Gesagte, sondern auch wer es sagt, wie es gesagt wird und was du selbst daraus machst.
Den ganzen Tag läuft alles. Du organisierst, reagierst, erledigst, funktionierst. Dann fällt dir am Abend die Kaffeetasse aus der Hand. Eigentlich nichts Dramatisches. Trotzdem stehst du plötzlich in der Küche und weinst. Nicht unbedingt deshalb.
Manche Menschen müssen schnell weinen, andere werden sichtbar wütend. Ein Satz kann noch Stunden später nachwirken, während jemand anderes ihn längst vergessen hat. Interessant wird es in dem Moment, in dem daraus „zu emotional“ wird.
