Wenn du selbst überfordert bist
Einen trauernden Menschen zu begleiten, kann auch für dich belastend sein. Hier findest du Orientierung dazu, wie du helfen kannst, ohne deine eigenen Grenzen und Kräfte zu übergehen.
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Ihr müsst nach einem gemeinsamen Verlust nicht alles zusammen schaffen. Ihr könnt euch an eure Mutter erinnern, miteinander weinen, euch gegenseitig helfen und trotzdem auch Zeit für euch allein brauchen. Es wird Tage geben, an denen ihr einander viel geben könnt, und andere, an denen kaum etwas möglich ist.
Du hörst einem trauernden Menschen zu und auf einmal ist dein eigener Verlust wieder ganz nah. Manchmal reicht ein bestimmter Satz, eine Erinnerung oder eine ähnliche Situation. Eigentlich wolltest du für den anderen da sein. Nun merkst du, dass das Gespräch auch etwas in dir berührt.
Dass dir die Trauer eines anderen zu viel werden kann, sagt nichts darüber aus, wie wichtig dir dieser Mensch ist. Es zeigt zunächst nur, dass auch deine Kraft begrenzt ist. Diese Grenze wahrzunehmen ist oft hilfreicher, als so lange weiterzumachen, bis du nur noch erschöpft oder widerwillig reagierst.
